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31.05.2016 | B・Z・
Absurdes Bekennerschreiben zu Randalen in Berlin-Mitte aufgetaucht
Alte Jakobstraße verwüstet
In Berlin-Mitte zogen Chaoten durch die Alte Jakobstraße und hinterließen große Zerstörungen. Nun bekannte sich eine Gruppe im Internet zu den Anschlägen.
Peter Trapp, Mitglied des Abgeordnetenhauses
Vermummte Chaoten richteten in der Nacht zu Sonntag in der Alten Jakobstraße in Berlin-Mitte große Verwüstungen an. Autos wurden zerstört und angezündet, Gebäude beschädigt. Die Täter konnten flüchten, ehe die Polizei eintraf.

Nun ist ein Bekennerschreiben auf einer einschlägigen linksextremen Internetseite aufgetaucht, das bestätigt, dass die Anschläge dem neuen Quartier, das dort entsteht, galten. „Unsere Aktion zielte auf den Luxusneubau “Fellini Residences”, ein im Bau befindliches Gebäude für hochwertige Eigentumswohnungen der Immobilienfirma Patrizia, ein dazugehöriges Baubüro und ein Immobilienbüro der Firma, ein Umspannwerk von Vattenfall, mehrere hochwertige Autos, ein Hotel und einen Supermarkt“, heißt es dort.

Der absurde Grund: „Während die einen in ihren Appartments der ‚gefühlsvollen Inszenierung italienischer Lebensqualität‘ frönen wird der Pöbel durch Überwachungskameras fern gehalten.“ Der Energiekonzern Vattenfall sei wegen seiner „schmutzigen Geschäfte mit natürlichen Ressourcen“ erfolgt.

Anwohner und Geschäftsinhaber reagierten fassungslos. Hüseyin U. (49) betreibt an der Seydelstraße einen Feinkostladen: „Was die Täter hier angestellt haben, ist einfach unbegreiflich! Was haben wir denen getan?“

Politiker verurteilen Anschläge

Politiker hatten die Ausschreitungen scharf verurteilt. Innensenator Frank Henkel (CDU) sprach am Wochenende von „verbrecherischen Aktionen”. Der Rechtsstaat werde mit allen Mitteln des Gesetzes auf sie antworten, erklärte er am Sonntag. Benedikt Lux, innenpolitischer Sprecher der Grünen im Abgeordnetenhaus, sprach von einer „unfassbaren Gewaltorgie”. „Wohin soll deren Logik führen? In einem zivilisierten Staat, kann es nur eine Antwort geben: Wer seine Ziele mit Gewalt verfolgt, gehört vor Gericht und nicht auf die politische Bühne“, ergänzte er Montag.

Peter Trapp (68, CDU): „Das sind Kriminelle. Es ist nicht hinehmbar, dass einige entscheiden wollen, wie andere zu wohnen und zu leben haben. Polizei und Verfassungsschutz sollten Sonderkommissionen einrichten.“

Frank Zimmermann (59, SPD): „Linksautonome Gewalt braucht eine harte Antwort des Staates. Wir brauchen eine klare Strategie, müssen aber darauf achten, dass keine politische Überreaktion zu weiterer Solidarisierung führt. Hier waren wir mit dem Innensenator nicht immer ganz einverstanden.“

(Ereschienen inder B・Z・, Ausgabe vom 31.05.2016)


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