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18.06.2016 | Berliner Kurier/ Mike Wilms
So gefährlich ist es dort
RAW-Gelände
Drogen, Überfälle, Gewalt-Exzesse: Das RAW-Gelände ist das Sorgenkind von Friedrichshain. Eine neue Krimi-Statistik zeigt, dass die Polizei den Party-Hotspot nicht in den Griff kriegt. Im KURIER sagen Experten, wie das Krisen-Gebiet RAW zu retten ist.
Peter Trapp, Mitglied des Abgeordnetenhauses
Kriminelle sehen den Kiez als „lukrativen Aktionsraum“. Das gibt Innenstaatssekretär Bernd Krömer (CDU) offen zu. Rund um RAW und Warschauer Brücke gab es bis Ende April schon 473 Diebstähle und 168 Gewalt-taten.

Marianne Burkert-Eulitz (44) kennt das aus zwei Perspektiven – als Anwohnerin und Grünen-Abgeordnete. Sie sagt: „Kriminalität und Lärm nehmen seit zwei Jahren stark zu. Ich weiß um die Ängste der Eltern, die hier im Kiez leben.“

Abends, nachts und am Wochenende müsse man „durch Leute gehen, die offenkundig harte Drogen verkaufen“. Die Kriminellen würden von den Touristenmassen angelockt. Erschreckend findet die Politikerin, selbst Mutter von zwei Kindern, die Gewalt.

Die Messer-Attacke auf den Begleiter von „Jennifer Rostock“-Sängerin Jennifer Weist (29) ist da nur die Spitze des Eisbergs.

Burkert-Eulitz: „Ich verstehe nicht, warum dort jetzt wieder weniger Polizisten eingesetzt werden, obwohl die Kriminalität steigt!“ Man darf vermuten, dass sonst bis Ende April mehr als 73 Dealer mit 8640 Euro Handelserlös ins Netz gegangen wären. Burkert-Eulitz fordert „permanente nächtliche Polizeipräsenz“ – etwa in Form einer mobilen Wache.

Fortschritte sieht sie in der verstärkten Reinigung durch die BSR, mehr Laternen und der Umwandlung von Parkplätzen in Rad-Stellflächen. All das mache das RAW freundlicher und besser einsehbar. Der Kiez dürfe nicht endgültig zum „Disneyland“ für Touristen werden. Die Expertin will deshalb Ordnungsamtskontrollen auch nach 22 Uhr.Eine gute Chance sieht CDU-Innenpolitiker Peter Trapp im Umbau des Geländes. Er sagt: „Es sollte nur noch ein oder zwei Eingänge geben. Das erleichtert die Kontrolle.“ Die Polizei müsse draußen patrouillieren, drinnen seien Investor und Clubs zuständig. Er rät den Architekten, sich Tipps von Bau-Experten der Kriminalpolizei zu holen.

(Erschienen im Berliner Kurier, Ausgabe vom 18.06.2016)


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