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09.08.2016 | Tagesspiegel/ Rainer W. During
Die Heimkehr der Löwen
Historischer Brunnen ist wieder in Kladow
Ein Vierteljahrhundert hat das Kladower Forum darum gekämpft, den venezianischen Löwenbrunnen zurück nach Spandau zu holen. Jetzt hatte man endlich Erfolg.
Peter Trapp, Mitglied des Abgeordnetenhauses
Der im 18. Jahrhundert in Venedig gebaute Brunnen stand, wie berichtet, einst im Park des Schloss Brüningslinden, einem beliebten Ausflugsziel in Kladow. Das wurde 1972 Jahren abgerissen, den Brunnen ließ der letzte Schlossherr demontieren und nahm ich zunächst mit auf sein Weingut in Rheinhessen. Anlässlich der 725-Jahr-Feier von Kladow 1992 kam er auf die Idee, den Brunnen zurück zu holen, berichtet Rainer Nitsch, der Vorsitzende des Kladower Forums, eines Vereins, der sich um Belange und Geschichte des Ortsteils kümmert. Doch zu spät, der letzte Besitzer hatte den Brunnen an die Berliner Bank verkauft, die ihn dem damaligen Bezirksamt Wilmersdorf schenkte, das ihn auf dem Hof des Rathauses am Fehrbelliner Platz sprudeln ließ.

Doch nach der Bezirksreform wurde das Rathaus aufgegeben, der Brunnen erneut demontiert und eingelagert. Prompt erschienen Nitsch und seine Mitstreiter weder auf dem Plan, stießen im eigenen Rathaus aber zunächst auf wenig Begeisterung weil man befürchtete, dass der Marmorbrunnen am ursprünglich geplanten Standort am der Imchenpromenade dem Vandalismus ausgesetzt sein könnte. So entstand die Idee, ihn auf dem umzäunten und überwachten Hof des Vereinshauses am Kladower Dorfplatz zu platzieren und dann ging alles plötzlich wie geschmiert. Charlottenburg-Wilmersdorf erklärte sich bereit, den Brunnen den Spandauern zu überlassen, das Bezirksamt Spandau nahm ihn in Besitz und stellt ihn dem Kladower Forum als Dauerleihgabe zur Verfügung.

Fortan war alles nur noch eine Kostenfrage. Heute nun war es soweit. Der Projektentwickler Bonava, der in Kladow mehr als 100 Einfamilienhäuser baut, übernahm den Transport des Brunnens nach Kladow, wo Kulturstadtrat Gerhard Hanke (CDU) ihn an das Kladower Forum übergab. In den nächsten Monaten sollen die Teile von einem Restaurator begutachtet werden, denn zumindest zwei der Löwen sind stark beschädigt. Dann muss ein Fundament gegossen und die Wasserleitung vom Gebäude aus verlegt werden. Dafür werden noch Sponsoren gesucht. Auch für Betrieb und Unterhalt muss der Verein künftig aufkommen. Doch Rainer Nitsch ist nicht bange. „Die Bevölkerung von Kladow ist begeistert“, sagt er. Einige Bewohner des Ortsteils hätten an ihren Geburtstagen bereits auf Geschenke verzichtet und stattdessen um Spenden für das Projekt gebeten. Rechtzeitig zum Beginn der 750-Jahr-Feier von Kladow im kommenden Frühjahr soll der Löwenbrunnen wieder sprudeln.

(Erschienen im Tagesspiegel, Ausgabe vom 09.08.2016)


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